Drupal oder WordPress? Wer ist besser?

Drupal oder WordPressSuchmaschinenfreundliche, leicht zu erstellende und zu verwaltende Websites sind wichtig, wenn Sie im Wettbewerb bestehen und sich von Mitbewerbern abheben möchten. Drupal ist ein modernes, auf PHP basierendes CMS, das Sie jederzeit mit Ergänzungen erweitern und nach Ihren Vorstellungen einsetzen können. Rund zwei Prozent aller Websites sind aktuell mit dem Content Management System Drupal designt.

Drupal – Was ist das eigentlich und wofür kann man es nutzen?

Drupal ist ein Content Management System, das in der am häufigsten genutzten Programmiersprache PHP entwickelt wurde. Es eignet sich für alle Websites, für Shops und Blogs sowie für e-Commerce Lösungen. Der globale Markt erfordert eine Neuorientierung der Sprachführung auf Homepages. Multilinguale Websites spielen für Shops und international tätige Unternehmer eine übergeordnete Rolle. Die Anwendung von Drupal schafft die Möglichkeit, die Website ohne großen Aufwand mehrsprachig zu erstellen und so für Kunden in unterschiedlichen Ländern erreichbar zu sein. Bei technischen Fragen findet sich schnell ein versierter Ansprechpartner, so dass Sie mit Ihrer Website nicht allein stehen und komplexe Aufgaben lösen müssen. Ebenso zeichnet sich Drupal durch eine enorme Flexibilität, die einfache Erweiterbarkeit und die lange Beständigkeit einer Open Source Lösung aus. Mit Fokus auf die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit steht Drupal vor allen anderen CMS und hat sich daher weltweit etabliert.

Drupal VS WordPress – die Unterschiede

Zwischen den beiden CMS gibt es einige Unterschiede. Die größte Differenz zeigt sich aktuell noch in der Verbreitung. Während WordPress von rund 60 Prozent aller Webmaster genutzt wird, kennen nur rund 2 Prozent Drupal. Auch im Kostenfaktor unterscheiden sich die beiden CMS. Wer nach einer günstigen Lösung sucht, wird sich im Regelfall für WordPress entscheiden. Drupal ist kostenintensiver, dafür aber problemlos für große und mehrsprachige Projekte geeignet. Ein Hauptunterschied, der im gewerblichen Einsatz überzeugt ist die API Schnittstelle, die in Drupal enthalten ist und die bei WordPress fehlt. Drupal ist in seiner Gesamtheit komplexer und umfangreicher. Für kleine Websites und Blogs bietet sich das CMS daher nur bedingt an, während es für große und gewerbliche Lösungen überzeugt. Beide Open Source Lösungen verfügen über eine Lizenz, so dass es in diesem Bereich keine Unterschiede gibt. Soll Ihre Website später erweitert werden, ist WordPress weniger flexibel und anpassbar.

Vorteile und Nachteile von Drupal

Die Vor- und Nachteile ergeben sich aus den Unterschieden und zeigen deutlich, wer mit Drupal besser beraten. eCommerce Unternehmer und Onlineshop-Betreiber benötigen eine funktionale, oft mehrsprachige und jederzeit erweiterbare Lösung. Die Vorteile von Drupal begründen sich in

  • der Realisierung komplexer Weblösungen
  • umfassenden Möglichkeiten im Publishing
  • Intra- und Extranet
  • der Implementierung von Community-Lösungen
  • der einfachen Erstellung mehrsprachiger Homepages
Drupal Camp in Brighton

Das Drupal Camp in der englischen Stadt Brighton fand in 2015, 2016 und 2017 letztmalig statt. Der Early-Bird-Eintrittspreis war in 2015 noch mit nur £10 bepreist. Tagungszeit war immer im Juni, um das milde englische Wetter auszunutzen. Letztmalig fand es zu folgenden Daten statt: Freitag, 9. Juni 2017 – 0:00 bis Sonntag, 11. Juni 2017 – 0:00. So konnte sich die Drupal Community bei leckerem Kaffee oder einem Kaltgetränk über die neusten News aus der Drupal Szene informieren und austauschen.

Es gibt wenige Nachteile, die sich vor allem auf die Kosten und den Umfang der Open Source Software beziehen. Da Drupal eher für größere Projekte geeignet ist, sollten Blogger oder Betreiber privater Homepages überlegen, ob sie nicht besser zu WordPress tendieren. Drupal ist

  • kostenintensiver
  • eine “Baukastenlösung”
  • “nur” mit 35.000 Modulen ausgestattet

Unter dem Strich entscheidet Ihr Projekt darüber, ob sich Drupal lohnt und ob Sie von den Vorteilen profitieren. Ein Vergleich der beiden CMS ist ratsam, um die richtige und für Sie maßgeschneiderte Lösung im effizienten Verhältnis aus Kosten und Leistung zu finden.

Vorteile und Nachteile von WordPress

Mit 60 Prozent Marktanteil ist WordPress das beliebteste und am häufigsten genutzte CMS. Die Software ist funktional, einfach bedienbar und lässt Sie Blogs oder Websites ohne Vorkenntnisse erstellen. Allerdings sollte man sich heutzutage die WordPress Webseite nur durch eine gute WordPress Agentur gestalten lassen. Durch die zahlreichen vorgegebenen kostenlosen und kostenpflichtigen Themes können Sie Ihre Homepage individuell designen und müssen kein eigenes Theme entwerfen. Die Vorteile von WordPress zeigen sich in

  • zahlreichen völlig kostenlosen Lösungen
  • 45.000 Modulen / Plugins
  • der einfachen Bedien- und Programmierbarkeit
  • den geringeren Kosten

Für größere Webprojekte eignet sich WordPress nur bedingt, da die Software einige Einschränkungen mit sich bringt. Inwieweit WordPress in puncto Sicherheit überzeugen kann, ist laut Informationen einiger Datenschützer fraglich. Auch wenn die in 2015 bemängelten Sicherheitsrisiken behoben sind, ist das Risiko für einen Angriff auf die Website höher. Folgende Nachteile sind bei WordPress bekannt:

  • komplexe Funktionen sind kaum möglich
  • die Funktionalität ist geringer
  • die Erweiterbarkeit ist niedriger
  • keine Multilingualität
  • das Gesamtkonzept eignet sich eher für einfache Websites und Blogs

Aus diesen Gründen bietet sich WordPress vorwiegend für weniger komplexe Projekte an und zahlt sich nicht aus, wenn Sie große e-Commerce Lösungen oder mehrsprachige Websites erstellen möchten.

Fazit: Drupal – flexibles CMS in PHP

Als Unternehmer mit einer umfangreichen Internetpräsenz sind Sie mit Drupal bestens beraten. Sie können auf einen guten technischen Support vertrauen und Ihre Website einfach in mehreren Sprachen veröffentlichen. Die Erweiterungen der ursprünglichen Seite sind ohne umfassende Programmierungen jederzeit und im gewünschten Umfang möglich. Da Drupal über eine API Schnittstelle verfügt, können Sie mit wenigen Klicks eine Verbindung zu bestehenden Projekten herstellen und sich auf die kombinierte Funktionalität verlassen. Sollten Sie hingegen ein kleineres Webprojekt planen oder ein Blog veröffentlichen, sind Sie mit WordPress gut beraten und entscheiden sich für eine kostenlose bis sehr kostengünstige Lösung mit vielen Themes und Möglichkeiten.

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