Wer sich regelmäßig durchs Internet bewegt, hat mit Sicherheit schon Anzeigen von Adsense gesehen oder vielleicht sogar darauf geklickt. Für Blogger und Betreiber von Content-Seiten ist Adsense die einfachste Art der Werbeanzeigen-Monetarisierung. Aber Adsense ist bei Weitem nicht die einzige Möglichkeit, um eine Webseite durch Werbung zu monetarisieren. Inzwischen gibt es etliche Adsense Alternativen, mit denen man Einnahmen aus dem Traffic generieren kann. In diesem Beitrag werden drei große Adsense Alternativen vorgestellt und mit Adsense verglichen.

Allgemeines zu Adsense

Adsense gehört zu Google und bietet Betreibern von Webseiten die Möglichkeit, mit dem Traffic zu ihren Online-Inhalten Geld zu verdienen. Dafür blendet Adsense Anzeigen an verschiedenen Stellen der Website ein. Die Anzeigen kommen von Werbetreibenden, die Adsense für die Werbeplätze bezahlen. In diesem Sinne ist Google Adsense ein Vermittler, der die Anzeigen von Werbekunden nimmt und sie auf vielen Webseiten von Dritten platziert. Die Anzeigen werden dabei entsprechend dem Kontext (also den Inhalten auf der Webseite) sowie den Besucherzahlen angepasst. Während Adsense von Werbetreibenden Gebühren für die Vermittlung einnimmt, generieren Webseitenbetreiber erst dann Adsense-Einnahmen, wenn die Anzeigen tatsächlich geklickt werden.

An den Start ging das Werbenetzwerk Adsense bereits im Jahr 2003. 2021 nutzten mehr als 38 Millionen Webseiten weltweit den Anzeigenservice. Für Google ist Adsense ein wichtiger Zweig des Geschäfts. Im Jahr 2014 machte der über Adsense generierte Umsatz 22 Prozent des Gesamtumsatzes von Google aus.

Alternativen zu Adsense

Google Adsense ist ein alter Platzhirsch auf dem Gebiet der Werbeanzeigen-Monetarisierung für Webseiten. In den fast 20 Jahren des Bestehens von Adsense hat sich das Internet sehr gewandelt und Adsense ist aus heutiger Sicht nicht immer die beste Möglichkeit, um eine Webseite durch Werbeanzeigen zu monetarisieren.

Einer der Hauptgründe, warum Menschen sich für Adsense Alternativen interessieren, sind die Verdienstmöglichkeiten. Alle drei hier vorgestellten Adsense Alternativen haben in dieser Hinsicht mehr Potenzial, bringen aber auch gewisse Minuspunkte mit sich.

Ezoic als Adsense Alternative

Ezoic ist eine beliebte Adsense Alternative, die sich stark von Adsense unterscheidet. Der wohl größte Unterschied ist, dass Ezoic nicht basierend auf der Klickrate, sondern abhängig von Impressionen bezahlt. Das steigert das Verdienstpotenzial ungemein und bedeutet, dass die platzierten Anzeigen nicht kontextsensitiv sein müssen. Unsere Ezoic Erfahrungen haben wir Ihnen auch zusammengefasst!

Außerdem ist Ezoic kein typisches Werbenetzwerk, bei dem Menschen sich um die Platzierung von Anzeigen kümmern. Stattdessen übernimmt eine künstliche Intelligenz (KI) das Ganze. Ezoic argumentiert, dass sich durch KI das Werbepotenzial besser ausschöpfen lasse. Dafür wird das Besucherverhalten analysiert und die Ergebnisse direkt bei der nächsten Anzeigenschaltung implementiert. Webseitenbetreiber haben aber die Möglichkeit, bei Bedarf steuernd einzugreifen.

Um mit der Werbung von Ezoic Geld zu verdienen, muss man sich bei dem Anbieter bewerben und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählt unter anderem, dass die Webseite inhalts- und informationsreich sein muss. E-Commerce- und Unternehmens-Webseiten werden von Ezoic nicht akzeptiert. Es gilt eine Mindestanforderung von 10.000 Besuchen pro Monat. Außerdem müssen die Google-Richtlinien eingehalten werden.

Die Nutzung von Ezoic ist nicht kostenlos. Nur die ersten 30 Tage lang lässt sich der Anzeigenservice kostenfrei nutzen. Danach gibt es zwei Möglichkeiten, wie man für den Service von Ezoic zahlen kann. Entweder Ezoic erhält eine 10-prozentige Umsatzbeteiligung oder der Anbieter behält alle Einnahmen aus einer Anzeige. Zusätzlich gibt es ein kostenpflichtiges Premium Programm.

Adthrive als Adsense Alternative

Adthrive ist eine Adsense Alternative, die basierend auf Impressionen funktioniert und 75 Prozent der generierten Werbeeinnahmen an den Webseitenbetreiber weiterleitet. Adthrive wurde 2013 gegründet und arbeitet derzeit mit weltweit über 2.600 Webseiten zusammen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Nischen Lifestyle, Essen, Familie/Eltern/Kinder und Haus/Garten. Die Vorteile von Adthrive sind, dass das Unternehmen sehr hochwertige Anzeigen, die perfekt auf die Nischen abgestimmt sind, nutzt und einen Komplettservice bietet. Als Webseitenbetreiber muss man dank Adthrive hinsichtlich der Werbung nichts selbst machen.

Um Werbung von Adthrive auf der eigenen Webseite schalten zu können, muss man sich qualifizieren. Voraussetzung sind mindestens 100.000 Besuche pro Monat. Außerdem muss die Mehrzeit des Traffics aus den Ländern USA, Großbritannien, Australien oder Neuseeland stammen. Daher ist Adthrive nur eine gute Adsense Alternative für relativ große Seiten, die sich an ein englischsprachiges Publikum richten.

Das Werbenetzwerk gilt als sehr wählerisch in Bezug auf die akzeptierten Webseiten. Die aktuelle Akzeptanzrate liegt bei etwa 15 Prozent – einer der niedrigsten Werte für große Werbenetzwerke. Es wird gemunkelt, dass neben den offiziellen Voraussetzungen auch geprüft wird, ob die Webseite das Internet zu einem besseren Ort macht, etwa indem sie die Probleme der Leserschaft löst.

Insgesamt ist Adthrive eine lukrative Adsense Alternative, aber nur für einen eingeschränkten Personenkreis.

Mediavine als Adsense Alternative

Mediavine wurde ursprünglich im Jahr 2004 als SEO-Firma gegründet und hat sich seitdem zu einem Full-Service-Werbenetzwerk gewandelt. Laut den Zahlen für 2021 arbeitet Mediavine mit weltweit über 8.500 Webseitenbetreibern (nicht individuellen Webseiten) zusammen.

Wer sich für Mediavine qualifiziert, erhält 75 Prozent der durch Werbung generierten Einnahmen. Mediavine behält ähnlich wie Adthrive 25 Prozent für sich. Ein wichtiger Unterschied zwischen Adthrive und Mediavine ist der Treuebonus (1 Prozent pro Jahr für bis zu fünf Jahre). Für Webseitenbetreiber, die dem Werbenetzwerk fünf Jahre lang treu bleiben, ist es also möglich, den Verdienst von 75 Prozent auf 80 Prozent zu steigern.

Eine Voraussetzung, um Mediavine als Adsense Alternative nutzen zu können, ist genug Traffic auf der eigenen Webseite zu haben. Aktuell gilt, dass mindestens 50.000 Sessions (also keine Seitenaufrufe beziehungsweise Besuche) verlangt werden. 50.000 Sessions entsprechen etwa 60.000 Besuchen. Außerdem hat Mediavine gewisse Präferenzen, wenn es darum geht, woher der Traffic stammt. Ähnlich wie bei Adthrive sollte der Großteil des Traffics aus englischsprachigen Ländern wie den USA und Großbritanien stammen. Zudem legt Mediathrive wert darauf, dass der Traffic nicht nur aus einer Quelle stammt, und ein guter Teil organisch generiert wird. Als Beispiel: Eine Webseite, die hauptsächlich Traffic über Pinterest erhält, könnte abgelehnt werden, da die Trafficquellen nicht divers genug sind.

Adsense Verdienstmöglichkeiten

Das Werbenetzwerk Adsense platziert Werbeanzeigen auf Webseiten und bezahlt die Webseitenbetreiber, wenn ihre Webseitenbesucher auf die Anzeigen klicken. Obwohl es unmöglich ist, genau zu beziffern, wie viel eine Webseite über Adsense verdient, weil die Faktoren Traffic und Klickrate individuell unterschiedlich sind und sich auch im Laufe der Zeit (beispielsweise je nach Saison) ändern, ist AdSense für relativ geringe Verdienstmöglichkeiten bekannt. In Prozent ausgedrückt werden 51 bis 68 Prozent der Einnahmen vom Unternehmen an den Webseitenbetreiber ausgezahlt – bezogen auf die Klicks.

Auf der Adsense-Webseite gibt es einen Umsatzrechner, mit dem man die ungefähren Verdienstmöglichkeiten pro Jahr abschätzen kann. Dort lassen sich drei Dinge auswählen, die maßgeblich die Verdienstmöglichkeiten über Adsense wie auch über jede Adsense Alternative bestimmen:

  • die Anzahl an Seitenaufrufen/Besuchen pro Monat
  • die Nische oder Kategorie der Webseite
  • die geografische Gegend, aus der der Großteil des Traffics stammt

Wer sich wundert, warum die Geografie eine so große Rolle spielt (die hier vorgestellten Adsense Alternativen Adthrive und Mediavine haben ebenfalls geografische Präferenzen), erhält jetzt die einfache Antwort:

Das liegt daran, dass die meisten Anzeigen auf diese kaufstarken Länder ausgerichtet sind.

Aber zurück zum Umsatzrechner von Google Adsense. Hier sind Beispiele der Verdienstmöglichkeiten:

Webseite #1: Nische Haus und Garten, Traffic aus Europa, 50.000 monatliche Besuche – geschätzte Verdienstmöglichkeiten: 6.468 USD. Liegt der Traffic für Webseite #1 bei 100.000 Besuchen pro Monat, steigt der potenzielle Jahresumsatz auf 12.936 USD. Bei 500.000 monatlichen Seitenaufrufen liegen die Verdienstmöglichkeiten bei rund 65.000 USD.

Würde der Traffic für diese Webseite hauptsächlich aus Nordamerika stammen, lägen die Verdienstmöglichkeiten höher (14.010 USD bei 50.000 Seitenaufrufen monatlich).

Webseite #2: Nische Computer und Elektronik, Traffic aus Europa, 50.000 monatliche Besuche – geschätzter Jahresumsatz: 4.584 USD.

Wenn die Mehrzahl der Seitenaufrufe aus Nordamerika stammen würde (alle anderen Angaben unverändert), würden die jährlichen Verdienstmöglichkeiten 5.508 USD betragen.

Webseite #3: Nische Beauty und Fitness, Traffic aus Europa, 50.000 Besuche pro Monat – potenzielle Verdienstmöglichkeiten: 4.152 USD.

Wäre diese Webseite an ein Publikum in Nordamerika gerichtet (alle anderen Angaben gleich), läge der geschätzte Jahresumsatz bei 7.806 USD.

Die Beispiele zeigen, dass es neben der Zahl an monatlichen Seitenaufrufen auch auf die Nische und vor allem die geografische Zone, aus dem der Traffic kommt, ankommt!

Vorteile von Adsense

Adsense hat nicht umsonst viel mehr Nutzer als andere Werbenetzwerke. Das liegt an folgenden Vorteilen:

  • AdSense hat eine niedrige Einstiegsschwelle, da keine Mindestanforderungen an den Traffic gelten. Neue und kleine Webseiten können daher Werbung von Adsense nutzen.
  • Adsense ist für viele einfach zu bedienen, da sie bereits mit den Diensten von Google vertraut sind
  • Adsense bietet recht gute Ladezeiten trotz Werbung
  • Adsense ist das größte Werbenetzwerk, hat bereits unzählige Werbepartner und gewinnt ständig neue Werbepartner hinzu
  • Adsense ermöglicht es, mehrere Webseiten über einen Account zu managen

Nachteile von Adsense

Wer kann, wechselt von Adsense zu einer Adsense Alternative. Grund dafür sind diese Nachteile:

  • Klicks und nicht Impressionen zählen, daher müssen Werbeanzeigen möglichst kontextsensitiv sein
  • geringere Verdienstmöglichkeiten, da nur 51 bis 68 Prozent aus den klickbasierten Einnahmen an den Webseitenbetreiber fließen
  • persönlicher Support aufgrund der Größe des Unternehmens unmöglich, bei anderen Werbenetzwerken gibt es eine persönliche Betreuung
  • Auszahlung der Einnahmen erst möglich, wenn eine bestimmte Schwelle erreicht ist (siehe Schwellenbeträge nach Währung und Zahlungskonto bei Google). Wenn man nur wenige Euro-Cent pro Klick verdient, kann es einige Zeit dauern, bis man genug Guthaben für eine Auszahlung angesammelt hat.
  • Auszahlung nur an festen Tagen im Monat und nicht flexibel auf Wunsch möglich

Fazit

Obwohl es lukrative Adsense Alternativen gibt, ist es nicht leicht, sie zu nutzen. Die Werbenetzwerke Ezoic, Adthrive und Mediavine haben bestimmte Mindestanforderungen. Vor allem Adthrive und Mediavine gelten als streng, wenn es um die Auswahl an Webseiten geht, auf denen sie ihre Werbeanzeigen platzieren wollen. In diesem Sinne ist Adsense oft die beste Lösung. Auch wenn die Verdienstmöglichkeiten bei Adsense nicht so üppig sind wie bei anderen Werbenetzwerken, ist es dank Adsense zumindest möglich, eine Webseite zu monetarisieren. Selbst neue Webseiten oder kleine Seiten, die bisher kein Geld eingebracht haben, können mit den Werbeanzeigen von Adsense Einnahmen generieren.

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