Barrierefreies Webdesign

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Barrierefreies Webdesign

Auch Menschen mit einer Sehbehinderung oder blinde Menschen haben ein Recht, Computer oder mobile Geräte nutzen zu können und somit auch das Internet. Genau für diese Menschen mit einer Behinderung wurde aus Gründen der Gleichbehandlung und der Chancengleichheit barrierefreies Webdesign entwickelt, das entweder größere Schriften oder ein Sprachprogramm bietet.

Somit handelt es sich bei dem Begriff „barrierefrei“ nicht um eine modische Entwicklung im Netz sondern um ein unbedingtes Muss und um eine allgemeine Gestaltung, die jeder, ob behindert oder nicht, gleichermaßen nutzen kann und bei der keiner ausgeschlossen wird.

Wie können Blinde oder Menschen mit Sehbehinderung ihren Computer nutzen?

Spielen, Chatten und Googlen, auch das können Menschen, die wenig oder gar nichts Sehen mit speziellen Programmen, die sie sich auf ihren Computer, Smartphone oder Tablett herunterladen können. Hierzu gehören neben einem Sprachausgabeprogramm (Screenreader), welches einen Artikel, den man sich aufgerufen hat, vorliest oder aber spezielle Programme zur Vergrößerung, die sehbehinderte Menschen nutzen. Hierbei wird die Schrift um bis auf das Neunfache vergrößert. Der Mausanzeiger wird gleichzeitig vergrößert und leuchtend gelb angezeigt, so dass er keinesfalls übersehen werden kann. Der Nachteil dieser Vergrößerung ist allerdings, dass hierbei immer nur wenige Worte auf dem Bildschirm zu lesen sind und so der Überblick leicht verloren gehen kann. Daher benötigen Sehbehinderte immer auch einen extra großen Bildschirm.

Was sind Screenreader?

Screenreader sind solche Programme, die sich die blinden Menschen auf ihren Computer herunterladen können und so die Texte des Internets vorlesen lassen können. Natürlich müssen die gewünschten Seiten auch screenreadertauglich sein. Zum Beispiel werden oft Internetseiten spaltenweise formatiert. Diese müssen aber von oben nach unten pro Spalte gelesen werden, der Screenreader ist allerdings so konzipiert, dass er zuerst von links nach rechts lesen soll. Für solche Spaltentexte gibt es jedoch wiederum ein Hilfeprogramm, das die Seite zuerst in eine blindengerechte Form bringt und somit für den Screenreader auch wieder vorlesbar wird. Der Nachteil hiervon ist allerdings, dass Grafiken und Bilder entfernt werden. Ebenso ein Nachteil ist, dass der Screenreader dem Blinden nur Textmaterial zur Verfügung stellen kann, auch hier werden Grafiken und Bilder links liegen gelassen. So werden verschiedene Programme für Windows oder für Mac angeboten. Für Windows sind die JAWS Screenreader sowie die NVDA Screenreader zu empfehlen. Für die Mac Progamme steht der VoiceOver zur Verfügung.

Wie sollten die Webseiten aussehen, die barrierefrei gestaltet werden

Bereits bei der Neugestaltung einer Website oder auch bei der Umgestaltung von bestehenden Websites sollten die Betreiber dieser Seiten besonders darauf achten, dass diese auch mit den verschiedenen Hilfsmitteln von blinden und sehbehinderten Menschen genutzt und verstanden werden. Wer hier viel mit Bildmaterial und Grafiken arbeitet, bekommt keinen Zugang zu diesen Usern. Denn Bilder können von dem Screenreader nicht gelesen werden und bei einer extremen Vergrößerung sind sie trotzdem für die sehschwachen Menschen schlecht zu erkennen, weil immer nur Teile des Bildes oder der Grafik auf dem Bildschirm zu sehen sind. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Erstellung der Websites ist, keine Spalten sondern einen gut leserlichen Volltext einzugeben. So können auch diese Texte schneller von den blinden Menschen erfasst werden.

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